Aquatinta
Die Aquatinta wird im Unterschied zur Radierung eingesetzt, um im Druck nicht Linien, sondern Flächen zu erzielen. Die Kupferplatte wird zu diesem Zweck mit säurefestem Kolophoniumstaub mehr oder weniger dicht bedeckt und erwärmt, um die Staubkörner mit der Metallfläche zu verschmelzen.
Im Säurebad wird durch das Ätzen der Zwischenräume ein feines Raster aus kleinsten Punkten geschaffen. Differenzierte Tonwerte können durch stufenweises Ätzen und Abdecken der Platte gewonnen werden.
Selten nutzte Edvard Munch dieses klassische Aquatintaverfahren, bediente sich jedoch in Kombination mit Kaltnadel und Radierung unterschiedlichster Methoden, um ähnliche Flächentöne mittels Ätzung zu erreichen. Gemeinhin wird eine solche Flachätzung in seinen Druckgraphiken der Aquatinta zugerechnet.


