Edvard Munch

August Strindberg

1896

Lithographie mit Kreide und Tusche, Schabeisen, auf dünnem gelblichen Japan
505 x 378 mm / 570 x 402 mm
Gedruckt von Auguste Clot, Paris

Inv. Nr. SG 3355
Erworben 1958 von Klipstein & Kornfeld, Bern

Literatur: Sch. 77 I/III; Woll 66 IV/V a
© The Munch Museum/The Munch Ellingsen Group/VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Den schwedischen Dramatiker August Strindberg (1849–1912) lernt Munch 1892 im Berliner Boheme-Kreis »Zum Schwarzen Ferkel« kennen. In Paris, wo die Lithographie entsteht, treffen sie sich wieder.

Als einen »esoterischen Maler der Liebe, der Eifersucht, der Trauer und des Todes« bezeichnet Strindberg den Freund 1896 in seiner Besprechung einer Pariser Gemälde-Ausstellung Munchs in der von Thadée Natanson herausgegebenen Zeitschrift »La Revue blanche«.

Vor dunklem Grund, vergleichbar dem späteren Dichterbildnis des Hendrik Ibsen , beschreibt Munch einen energisch, aufmerksam und skeptisch zugleich wirkenden Strindberg.

»Sie waren Partner im Verhältnis zum Femininum, beim Glase und in der Neurose«, erinnert sich Julius Meier-Graefe später, doch blieb es eine zwischen Faszination und Animosität schwankende Beziehung, die schließlich zerbrach.

Städel Museum