Dr. Max Asch
1895
Aus der Mappe »Edvard Munch. Acht Radierungen«, 1895
Kaltnadel, auf geripptem Japan
255 x 176 mm / 478 x 333 mm
Gedruckt von Ludwig Angerer, Berlin
Inv. Nr. SG 295
Erworben 1912 von Ernst Arnold, Dresden
Literatur: Sch. 27 II/II b; Woll 25 III/III b
© The Munch Museum/The Munch Ellingsen Group/VG Bild-Kunst, Bonn 2012
Das einzige Bildnis unter den acht Radierungen des von Julius Meier-Graefe 1895 in Berlin herausgegebenen Mappenwerks, eine Kaltnadelarbeit,
zeichnete Munch nach dem Leben mit einer Stahlnadel in die Kupferplatte.
Der Berliner Arzt Dr. Max Asch interessierte sich sehr für Literatur, Philosophie und Kunst.
Er machte Munch mit dem polnischen Schriftsteller Stanislaw Przybyszewski bekannt, der ein
enger Freund wurde und wie August Strindberg
zu den Köpfen der Berliner Boheme zählte.
Wie Przybyszewski wurde auch Munch während seiner Anfangszeit in Berlin von Asch unterstützt.
Nach dem Skandal um die 1892 aufgrund der Empörung von Publikum und Kritikern geschlossene Ausstellung seiner Gemälde im Verein Berliner Künstler war es Asch, der dem Künstler vor Ort die Räumlichkeiten für eine beachtete Folgeausstellung vermittelte.