Edvard Munch

Zum Walde II

1915

Farbholzschnitt von zwei Druckstöcken, davon einer in vier Teile gesägt, auf Velin
524 x 646 mm / 600 x 800 mm
Gedruckt vom Künstler, mit möglicher Assistenz von Anton Peder Nielsen

Inv. Nr. SG 1934
Erworben 1931/32

Literatur: Sch. 444; Woll 541 II/III
© The Munch Museum/The Munch Ellingsen Group/VG Bild-Kunst, Bonn 2011

Das einträchtige Paar, welches auf den Wald zugeht, als ob es im Einklang mit der Natur sinnbildlich seine Unschuld wiedererlangen wolle, hat Munch unter Verwendung derselben Druckstöcke 1897, fast zwanzig Jahre zuvor schon einmal behandelt.

Wie fast alle seiner Radierplatten und Lithosteine, so bewahrt er auch die Druckstöcke seiner Holzschnitte lebenslang auf. In der späteren Fassung überarbeitet Munch die Holzstöcke, unterscheidet die hohen Bäume, schneidet die kleinen Tannen am Waldrand, und gibt der einst nackten Frau einen langen, durchscheinenden Rock.

Bereits die erste Fassung druckte Munch in unterschiedlichen Farbzusammenstellungen. Um die Kombinationen stärker variieren zu können, sägte er aus dem bereits dreigeteilten Druckstock ein weiteres Segment heraus.

Städel Museum